Einsatz von Schallpegelmessgeräten in der industriellen Produktion

Herausgeber: Amy Veröffentlicht: 2026-04-08 Lesezeit: 7Min. 0Sek.
Tags: SchallpegelmessgerätIndustrielärm messenMaschinenlärm messenArbeitsplatzlärmProduktionslärmLärmmessung IndustrieSchallpegelDezibelmessgerät

Einleitung

In industriellen Produktionsprozessen entstehen Geräusche unter anderem durch Motoren, Ventilatoren, Kompressoren, Pumpen, Pressen, Werkzeugmaschinen, Fördersysteme und pneumatische Anlagen. Werden mehrere Maschinen gleichzeitig betrieben, kann eine komplexe Geräuschsituation mit kontinuierlichen, intermittierenden und impulsartigen Anteilen entstehen.

Ein Schallpegelmessgerät ist ein häufig eingesetztes akustisches Messinstrument für industrielle Umgebungen. Ein Mikrofon erfasst das Schallsignal, das anschließend in einen Schalldruckpegel umgewandelt und üblicherweise in Dezibel (dB) beziehungsweise als frequenzbewerteter Pegel wie dBA angezeigt wird.

In der industriellen Produktion dient ein Schallpegelmessgerät nicht nur dazu, die Lautstärke eines Bereichs zu bestimmen. Es kann auch Maschineninspektionen, Produktionskontrollen, Arbeitsplatzmessungen, die Suche nach ungewöhnlichen Geräuschquellen sowie die Bewertung von Lärmminderungsmaßnahmen unterstützen.


Das Wichtigste im Überblick

● Schallpegelmessgeräte eignen sich zur Messung von Maschinen, Produktionslinien und industriellen Arbeitsbereichen.
● Wiederholte Messungen unter vergleichbaren Bedingungen können ungewöhnliche Veränderungen des Maschinenlärms sichtbar machen.
● Bei industriellen Messungen sind neben dem momentanen Pegel auch Einstellungen wie A-Bewertung und die Zeitbewertung FAST/SLOW relevant.
● Messabstand, Messposition, Betriebszustand und Umgebung beeinflussen das Ergebnis.
● Für Arbeitsplatzexpositionsbewertungen, Konformitätsprüfungen oder formale Messungen müssen Geräteklasse und Messverfahren den jeweils geltenden Anforderungen entsprechen.


Warum wird Lärm in der Industrie gemessen?

Industrielle Maschinen erzeugen Geräusche durch mechanische Schwingungen, Luftströmungen, Reibung, Stöße, Rotation und weitere physikalische Prozesse.

Lärmmessungen werden in der Praxis aus unterschiedlichen Gründen durchgeführt.

● Erfassung des Geräuschniveaus: Messungen liefern Basisdaten für Werkhallen, Produktionslinien, Maschinenbereiche und konkrete Arbeitsplätze.
● Kontrolle des Maschinenzustands: Verschlissene Lager, fehlerhafter Zahneingriff, lose Bauteile oder erhöhte Reibung können das Geräuschverhalten verändern.
● Unterstützung bei der Fehlersuche: Bei neu auftretenden oder ungewöhnlichen Geräuschen können Messungen an verschiedenen Punkten helfen, den möglichen Ursprung einzugrenzen.
● Beurteilung von Arbeitsbereichen: Messungen an Arbeitsplätzen liefern wichtige Ausgangsdaten für weiterführende Bewertungen der Lärmexposition.
● Überprüfung von Lärmminderungsmaßnahmen: Vorher-Nachher-Messungen können zeigen, ob Kapselungen, Schalldämpfer, Schwingungsisolierung oder eine geänderte Maschinenanordnung wirksam sind.

Die Schallpegelmessung ist damit sowohl für das industrielle Umweltmanagement als auch als unterstützendes Verfahren in Inspektion und Instandhaltung relevant.


Messung von Maschinenlärm

Maschinen gehören zu den häufigsten Schallquellen in Industriebetrieben. Motoren, Pumpen, Ventilatoren, Kompressoren, Getriebe, Pressen, Schneidanlagen und CNC-Werkzeugmaschinen weisen im normalen Betrieb häufig ein relativ stabiles Geräuschverhalten auf.

Mit einem Schallpegelmessgerät können definierte Messpunkte an oder in der Nähe einer Maschine eingerichtet und regelmäßig überprüft werden.

Erzeugt eine Maschine bei gleichem Drehzahl-, Last-, Abstands- und Messzustand üblicherweise ähnliche Pegel, kann ein dauerhaft erhöhter Messwert Anlass für eine weitergehende Kontrolle sein.

Mögliche Ursachen für veränderte Geräusche sind:

● Lagerverschleiß;
● Unregelmäßiger Zahneingriff;
● Lose Bauteile;
● Erhöhte mechanische Schwingungen;
● Beschädigte oder unwuchtige Lüfterblätter;
● Auffälligkeiten am Motor;
● Unzureichende Schmierung;
● Reibung oder mechanischer Kontakt im Inneren.

Ein Schallpegelmessgerät misst den akustischen Pegel, kann aber keine konkrete mechanische Fehlerursache bestimmen. Für die Diagnose sollten zusätzlich Schwingungsanalyse, Temperaturmessung, elektrische Prüfungen und Wartungsdaten herangezogen werden.


Lärmkontrolle entlang von Produktionslinien

Moderne Produktionslinien bestehen häufig aus zahlreichen Maschinen. Eine detaillierte Einzelprüfung jeder Einheit kann daher zeitaufwendig sein. Regelmäßige Schallpegelmessungen an definierten Punkten ermöglichen eine schnelle Übersicht über Veränderungen.

Typische Messpunkte können sein:

● Materialzuführung;
● Motor- und Antriebssysteme;
● Bearbeitungsmaschinen;
● Fördereinrichtungen;
● Ventilatoren und Absauganlagen;
● Verpackungsbereiche;
● Hauptarbeitsplätze der Bediener.

Für eine aussagekräftige Trendanalyse sollten Messposition, Abstand, Geräteeinstellungen und möglichst auch die Betriebsbedingungen bei jeder Messung identisch bleiben.

So entsteht im Laufe der Zeit eine vergleichbare Datenbasis. Steigt der Pegel in einem normalerweise stabilen Bereich deutlich an, können die benachbarten Maschinen gezielt überprüft werden.

Eine Pegeländerung ist jedoch nur ein Hinweis auf eine mögliche Zustandsänderung und kein eindeutiger Nachweis eines Defekts.


Messung von Arbeitsplatzlärm

Beschäftigte in Produktionshallen, Metallverarbeitung, Montage, Maschinenbau und anderen Industrieumgebungen können über längere Zeit erhöhten Schallpegeln ausgesetzt sein.

Schallpegelmessgeräte können unter anderem an folgenden Stellen eingesetzt werden:

● Bedienarbeitsplätze;
● Bereiche unmittelbar neben Maschinen;
● Maschinensteuerstände;
● Verkehrswege in Werkhallen;
● Wartungsbereiche;
● Bereiche mit mehreren gleichzeitig arbeitenden Maschinen.

Für Messungen, die sich am menschlichen Hörvermögen orientieren, sowie für viele Anwendungen im Bereich Arbeitsplatzlärm wird häufig die A-Frequenzbewertung verwendet. Das Ergebnis wird dann in dBA angegeben.

Dabei muss zwischen einer ortsbezogenen Schallpegelmessung und einer personenbezogenen Lärmexpositionsbewertung unterschieden werden.

Ein herkömmliches Schallpegelmessgerät beschreibt in erster Linie den Schallpegel an einem bestimmten Ort und zu einem bestimmten Zeitpunkt. Soll die kumulierte Lärmexposition über eine gesamte Arbeitsschicht bestimmt werden, können ein integrierendes Schallpegelmessgerät, ein persönliches Lärmdosimeter oder andere geeignete Verfahren erforderlich sein.

Ein einzelner momentaner dBA-Wert reicht deshalb nicht aus, um die gesamte tägliche Lärmexposition einer Person zu bewerten.


Ortung ungewöhnlicher Geräuschquellen

In industriellen Umgebungen wirken häufig mehrere Schallquellen gleichzeitig. Wird ein ungewöhnliches Geräusch wahrgenommen, lässt sich dessen Ursprung allein nach Gehör nicht immer zuverlässig bestimmen.

Vergleichsmessungen mit einem Schallpegelmessgerät können dabei helfen.

Bei mehreren nebeneinander betriebenen Motoren, Pumpen oder Ventilatoren können beispielsweise Messungen in vergleichbarem Abstand vorgenommen werden. Weist eine Maschine einen deutlich höheren Schallpegel als vergleichbare Einheiten auf, kann sie gezielt weiter untersucht werden.

Dabei sollten folgende Punkte beachtet werden:

● Möglichst gleicher Messabstand;
● Gleiche Frequenz- und Zeitbewertung;
● Vergleichbare Maschinenlast;
● Mikrofon nicht durch den Körper abschatten;
● Hintergrundgeräusche benachbarter Maschinen berücksichtigen.

Bei sehr dicht beieinanderliegenden Maschinen, starken Reflexionen oder hohem Hintergrundgeräusch können Gesamtpegelmessungen allein jedoch unter Umständen keine eindeutige Zuordnung einzelner Quellen ermöglichen.


Messung an Ventilatoren, Kompressoren und Lüftungsanlagen

Ventilatoren, Kompressoren, Absauganlagen und industrielle Lüftungssysteme erzeugen häufig ausgeprägten kontinuierlichen Schall.

Typische Quellen sind:

● Motoren;
● Ventilatoren oder Laufräder;
● Luftströmung mit hoher Geschwindigkeit;
● Schwingende Kanäle;
● Mechanische Verbindungen;
● Druckluftaustritt;
● Ansaug- und Ausblasöffnungen.

Messungen können direkt an der Anlage, entlang von Kanälen und an Arbeitsplätzen durchgeführt werden, um die räumliche Pegelverteilung zu beurteilen.

Bei der Bewertung einer Reparatur, eines Bauteiltauschs oder einer Lärmminderungsmaßnahme sollten Vorher-Nachher-Messungen möglichst unter gleichen Betriebsbedingungen, an derselben Position und mit identischen Geräteeinstellungen durchgeführt werden.


Vergleich vor und nach Installation oder Wartung

Nach der Installation einer neuen Maschine kann eine erste Referenzmessung durchgeführt werden. Zusätzlich sollten Betriebszustand, Messposition, Abstand und Maschinenkennzeichnung dokumentiert werden.

Diese Daten dienen als Ausgangswert für spätere Vergleiche.

Bei einer erneuten Messung nach längerer Betriebszeit gilt beispielsweise:

● Ein weitgehend stabiler Pegel spricht dafür, dass sich der akustische Zustand nicht wesentlich verändert hat;
● Ein dauerhaft erhöhter Pegel kann Anlass sein, Verschleiß, Lockerungen oder andere Ursachen zu prüfen;
● Eine Pegelreduzierung nach Wartungsarbeiten kann als ergänzender Hinweis auf eine Verbesserung dienen;
● Ein höherer Pegel nach dem Austausch von Komponenten kann eine Kontrolle von Montage und Betriebszustand erforderlich machen.

Ein solches Referenz- und Trendkonzept ist für die Instandhaltung in der Regel aussagekräftiger als einzelne, nicht vergleichbare Messungen.


Richtige Anwendung eines Schallpegelmessgeräts in der Industrie

Industrielle Schallfelder sind häufig komplex. Aussagekräftige Messwerte setzen deshalb möglichst konstante Bedingungen voraus.

● Messbereich prüfen: Der zu erwartende Pegel muss innerhalb des wirksamen Messbereichs des Geräts liegen.
● Geeignete Frequenzbewertung wählen: Viele Geräte verfügen über A-Bewertung; professionelle Modelle können zusätzlich C- oder Z-Bewertung bieten.
● Zeitbewertung wählen: FAST eignet sich zur Beobachtung schneller Pegeländerungen, während SLOW schwankende Anzeigen stärker glättet.
● Konstanten Abstand einhalten: Bei Vergleichsmessungen sollte der Abstand zur Schallquelle möglichst unverändert bleiben.
● Mikrofon nicht abschatten: Körper, Wände oder große Maschinen können die Schallausbreitung und das Messergebnis beeinflussen.
● Bei Bedarf Windschutz verwenden: Luftströmungen von Ventilatoren, Auslässen oder Außenbereichen können am Mikrofon zusätzliche Störgeräusche verursachen.
● Betriebszustand dokumentieren: Drehzahl, Last und Produktionszustand sollten zusammen mit dem Messwert festgehalten werden.


Einflussfaktoren auf industrielle Lärmmessungen

Selbst bei derselben Maschine können Messwerte zu unterschiedlichen Zeitpunkten voneinander abweichen.

Mögliche Einflussfaktoren sind:

● Abstand zwischen Messpunkt und Schallquelle;
● Ausrichtung des Mikrofons;
● Reflexionen an Wänden, Böden und Maschinen;
● Hintergrundlärm anderer Anlagen;
● Drehzahl und Last;
● Luftströmung und Wind;
● Position des Bedieners;
● Messgenauigkeit und Kalibrierstatus;
● FAST- oder SLOW-Zeitbewertung;
● A-, C- oder andere Frequenzbewertung.

Für die Trendanalyse ist eine reproduzierbare Messmethode häufig wichtiger als der Vergleich zweier isolierter Einzelwerte.


Welches Schallpegelmessgerät eignet sich für industrielle Anwendungen?

Die Anforderungen hängen vom konkreten Einsatzzweck ab.

Für routinemäßige Maschinenkontrollen, Umgebungsprüfungen und Produktionsrundgänge sind unter anderem folgende Funktionen sinnvoll:

● Geeigneter Messbereich;
● A-Frequenzbewertung;
● FAST/SLOW-Zeitbewertung;
● MAX-Hold;
● Gut ablesbares Display;
● Robuste und mobile Bedienung.

Für langfristige Auswertungen können Datenlogging, USB-Schnittstelle oder drahtlose Datenübertragung zusätzliche Vorteile bieten.

Bei formalen Messungen, Arbeitsplatzbewertungen, Laboranwendungen oder Konformitätsprüfungen muss das Schallpegelmessgerät der erforderlichen Genauigkeits- beziehungsweise Geräteklasse entsprechen und nach dem vorgeschriebenen Mess- und Kalibrierverfahren eingesetzt werden.


Warum ist die Kalibrierung wichtig?

Mikrofon, Elektronik, mechanische Beanspruchung und Umwelteinflüsse können die Messkette im Laufe der Zeit beeinflussen. Bei Anwendungen mit erhöhten Genauigkeitsanforderungen ist der Kalibrierstatus daher von Bedeutung.

Vor und nach Feldmessungen kann gemäß dem jeweiligen Verfahren ein akustischer Kalibrator verwendet werden, um die korrekte Reaktion des Schallpegelmessgeräts zu überprüfen.

Darüber hinaus sollte eine regelmäßige Kalibrierung entsprechend der Nutzung, den Herstellerangaben, internen Qualitätsvorgaben und den jeweiligen Messanforderungen vorgesehen werden.

Nach einem Sturz, einer starken mechanischen Belastung, extremen Umgebungsbedingungen oder ungewöhnlichen Messwerten sollte das Gerät zusätzlich überprüft werden.


Dokumentation industrieller Lärmmessungen

Für Instandhaltung und Produktionsmanagement ist ein einzelner dB-Wert meist nicht ausreichend.

Eine sinnvolle Messdokumentation kann folgende Angaben enthalten:

● Datum und Uhrzeit;
● Messbereich beziehungsweise Produktionsbereich;
● Maschinenname oder Identifikationsnummer;
● Messposition;
● Ungefährer Abstand zur Schallquelle;
● Betriebszustand und Last;
● Frequenzbewertung;
● Zeitbewertung;
● Messwert oder Maximalwert;
● Umgebungsbedingungen;
● Gerätemodell;
● Besondere Beobachtungen.

Eine einheitliche Dokumentation erleichtert Vergleiche zwischen Zeitpunkten, Maschinen und Schichten und ermöglicht den Aufbau einer langfristigen Geräuschtrend-Datenbank.


Bedeutung von Schallpegelmessgeräten in der industriellen Produktion

Der Nutzen eines Schallpegelmessgeräts liegt nicht nur in der Anzeige eines Dezibelwerts. Entscheidend ist, dass Geräusche in dokumentierbare und vergleichbare Messdaten überführt werden.

Typische Anwendungen sind:

● Kontrolle von Maschinenlärm;
● Regelmäßige Produktionsrundgänge;
● Erste Eingrenzung ungewöhnlicher Geräuschquellen;
● Vergleich vor und nach Wartungsmaßnahmen;
● Messung in Arbeitsbereichen;
● Überprüfung von Lärmminderungsmaßnahmen;
● Langfristige Trendbeobachtung.

Werden Schallpegeldaten zusätzlich mit Betriebsparametern, Wartungsunterlagen, Schwingungs- und Temperaturmessungen kombiniert, können sie wertvolle Informationen für Zustandsüberwachung und vorbeugende Instandhaltung liefern.


FAQ

Kann ein Schallpegelmessgerät einen Maschinenschaden direkt erkennen?
Nein. Ein ungewöhnlicher Schallpegel kann auf eine Zustandsänderung hinweisen, bestimmt jedoch nicht automatisch die Fehlerursache. Häufig sind zusätzliche Schwingungs-, Temperatur-, elektrische und mechanische Prüfungen erforderlich.

Soll Industrielärm in dB oder dBA gemessen werden?
dB ist die allgemeine Einheit für logarithmische Pegelwerte. dBA bezeichnet dagegen einen mit A-Frequenzbewertung gemessenen Schallpegel. Für Arbeitsplatzmessungen und viele industrielle Anwendungen wird häufig dBA verwendet.

Warum liefert dieselbe Maschine zu unterschiedlichen Zeiten andere Werte?
Ursachen können unterschiedliche Last, Drehzahl, Messabstand, Reflexionen, andere laufende Maschinen oder abweichende Geräteeinstellungen sein. Für Trendvergleiche sind deshalb konstante Bedingungen entscheidend.

Kann in einer sehr lauten Fabrik ein gewöhnliches Schallpegelmessgerät eingesetzt werden?
Entscheidend ist zunächst, dass der Messbereich den tatsächlich auftretenden Pegel abdeckt. Für Routinekontrollen kann ein allgemeines Gerät geeignet sein. Formale Arbeitsplatz- oder Konformitätsmessungen können dagegen eine bestimmte Geräteklasse und definierte Messverfahren erfordern.

Welcher Abstand sollte zur Maschine eingehalten werden?
Es gibt keinen universell gültigen Abstand. Er richtet sich nach Messziel, Maschinenabmessungen, Schallquelle und Messverfahren. Für Trendmessungen ist vor allem eine klar definierte und reproduzierbare Position wichtig.

Kann der Geräuschpegel vor und nach einer Wartung verglichen werden?
Ja. Drehzahl, Last, Messposition, Abstand und Geräteeinstellungen sollten dabei möglichst identisch sein.


Fazit

Schallpegelmessgeräte werden in der industriellen Produktion zur Messung von Maschinenlärm, für Produktionskontrollen, zur Eingrenzung ungewöhnlicher Geräusche, für Arbeitsplatzmessungen sowie zur Bewertung von Wartungs- und Lärmminderungsmaßnahmen eingesetzt.

Für den praktischen Nutzen ist weniger ein einzelner Dezibelwert entscheidend als eine konsequente und reproduzierbare Messmethode. Feste Messpunkte, einheitliche Einstellungen und dokumentierte Betriebsbedingungen ermöglichen belastbare Trendvergleiche.

Ein Schallpegelmessgerät bleibt jedoch ein akustisches Messinstrument und ersetzt keine vollständige Maschinendiagnose oder persönliche Lärmexpositionsbewertung. Je nach Aufgabe sind deshalb zusätzliche Messverfahren, geeignete Instrumente und die jeweils geltenden Anforderungen zu berücksichtigen.

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